Rotstift-Medienmacht Zensur Öffentlichkeit in der DDR

210616 Rotstift Medienmacht Zensur Öffentlichkeit in der DDRDie Ausstellung „Rotstift - Medienmacht, Zensur und Öffentlichkeit in der DDR“ ist noch bis zum 29. Juli in der Außenstelle Magdeburg des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) zu sehen. Gezeigt wird, wie die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) das Mediensystem zu einem komplexen und allumfassenden Lenkungs- und Kontrollsystem ausbaute. Dabei schloss die Verfassung der DDR eine Pressezensur ausdrücklich aus. Mit ihrer Medienmacht wollte die SED die Massen für die kommunistische Idee gewinnen. Oppositionsgruppen der 80er-Jahre bauten eine Gegenöffentlichkeit auf. Dieses Vorgehen im Verborgenen rief die Staatssicherheit auf den Plan, die solche Strukturen zerschlagen wollte. Die Ausstellung des Archivs Bürgerbewegung Leipzig zeigt, wie die SED-Diktatur den Rotstift im Sinne ihrer ideologischen Wahrheit ansetzte.