2014/15: Klangkünstler Douglas Henderson im Kunstmuseum

291014 DouglasHenderson25. Oktober 2014 bis 25. Januar 2015: Douglas Henderson - Music for 100 carpenters "In order". An zwei unterschiedlichen Orten im Kunstmuseum, in der Hochsäuligen Kapelle und in der MedienLounge, sind zwei Arbeiten des Künstlers Douglas Henderson zu sehen und vor allem zu hören. Douglas Henderson gehört zu den weltweit renommiertesten Künstlern akustischer Musik. Seine Kompositionen sind nicht allein auf den Klang orientiert, sondern beziehen den Raum und Bewegung aktiv ein. Douglas Henderson, geb. 1960 in Baltimore (USA), lebt in Brooklyn und Berlin; Studium der Komposition und Musiktheorie an der Princeton Universität bei Milton Babbitt, Elie Yarden und J.K. Randall. Wir sprachen mit dem Künstler über seine Arbeiten in der MedienLounge. | IN ORDER | 2012 kinetische Klangskulpturen | und Music for 100 Carpenters | 2009 Video-/Klanginstallation | bis 25.1.2015 im Kunstmuseum Dienstag bis Freitag 10.00 - 17.00 Uhr,Sonnabend und Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr, Montag geschlossen

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2014: Max Uhlig - sein Lebenswerk im Kunstmuseum

MaxUhlig Werksschau Johanniskirche1. Juli bis 26. Oktober 2014: Max Uhlig -vor der Natur gewachsen

Kann man sagen, die Bilder von Max Uhlig (geb. 1937 in Dresden, lebt in Dresden) schildern nur einen Moment, oder zeigen sie das, was bleibt? Unzweifelhaft ist der Prozess des Sehens für Max Uhlig Ausgangspunkt seiner Bilder. Das lange Beobachten und Schauen geht dem Malprozess voraus. „Für mich wird eine Sache interessant, wenn sie durch langes Anschauen fremd wird“. (Max Uhlig) Dieses Anschauen hat Max Uhlig sein Leben lang betrieben und entstanden ist seit Ende der 1960er Jahre ein Werk „von bewundernswerter Dichte und Eigenart.“ (Werner Schmidt 1994). Mit seinem unverwechselbaren malerischen, zeichnerischen und druckgrafischen Werk zählt Max Uhligs zu den hervorstechenden Positionen in der deutschen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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2014: Fokus Junge Kunst im Kunstmuseum

080414 FokusJungeKunst5. April bis 1. Juni 2014: Junge Kunst im Kunstmuseum: Laura Bielau, Johannes Nagel, Ginan Seidl

eine Ausstellungsreihe der Jürgen Ponto Stiftung

"Ich möchte Geschichten erzählen, die keiner weiß." sagt die Fotografin Laura Bielau (geb. 1981 in Halle, lebt in Berlin) über ihre Arbeiten. Immer wieder bildet dafür die Fotografie selbst den inhaltlichen Bezug. Geschickt vernetzt und konfrontiert die Künstlerin unterschiedliche Ebenen dieses Mediums, insbesondere seine Geschichte, mit Sehgewohnheiten und Wahrnehmungsstrukturen. Die Aufnahmen sind aber auch Anstiftungen zur Neugier auf das Sichtbare wie das Unsichtbare und Einladungen zu assoziativen Entdeckungsreisen.
Die keramischen Arbeiten von Johannes Nagel (1979 in Jena geboren, lebt in Halle) reflektieren den Prozess der Formwerdung. Unschärfe, Spontaneität und Improvisation sind Elemente ihrer Entstehung, zum Beispiel der "(Aus)Grabungen". Dafür höhlt der Künstler mit den Händen Sand aus und formt die so entstandenen Räume ab. 
Die Medienkünstlerin Ginan Seidl (geb. 1984 in Berlin, lebt in Halle) montiert in ihren Videoinstallationen poetische Bildlandschaften, Alltagsgeräusche und Erzählungen zu assoziativen Gefügen. In Magdeburg ist eine Arbeit zu sehen, worin sieben Menschen aus England, Deutschland und Mexiko jeweils einen Traum erzählen, der an einem für sie bedeutenden Ort stattgefunden hat. Während der Ton ihren Erzählungen folgt, zeigen die Bilder den Lebensraum der Personen.
Die Jürgen Ponto-Stiftung widmet sich seit 1977 der Förderung junger Künstler in den Bereichen Musik, Literatur, der darstellenden und bildenden Kunst. Mit ihrem Förderprogramm "Fokus Junge Kunst" macht die Stiftung 2014 in Sachsen-Anhalt Station. Ausgewählt wurden Künstler unter 35 Jahren, die in Sachsen-Anhalt geboren sind, hier leben und arbeiten oder einen Teil ihres Lebens in der Region verbracht haben.

Aus dem Archiv haben wir einen Film, der Laura Bielau bei der Übergabe einer Fotoserie im Kunstmuseum zeigt.

300113 Die Fotografin Fotoserie

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2014: Lothar Wolleh im Kunstmuseum

040414 LotharWolleh Ausstellung im Kunstmuseum

 

 

 

 

 

 

 

27. März bis 9. Juni 2014: Lothar Wolleh - Künstlerporträts der sechziger und siebziger Jahre. Fotografie. Auf Anregung seines Freundes, des deutschen Malers und Objektkünstlers Günther Uecker, begann Lothar Wolleh ab 1967 systematisch insgesamt über 100 international bekannte Maler, Bildhauer und Aktionskünstler zu porträtieren. Jeder Aufnahme ging eine tiefe emotionale Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Künstler und dessen Werk voraus, sodass die Komposition nicht dem Augenblick entsprungen ist. Typisch für die Porträts sind ein quadratisches Format , ein klarer, stark grafischer Bildaufbau und der integrierte schwarze Rand. 1970 fotografierte Wolleh die Aktion Filz-TV von Joseph Beuys.
Das Kunstmuseum Magdeburg zeigt einen umfangreichen Ausschnitt aus der Reihe der Künstlerporträts. Die Ausstellung findet statt in Kooperation mit dem Roncalli-Haus, Magdeburg. Dort ist eine Fotoserie Lothar wollehs zu sehen, die 1962 bis 1965 während des 2. vatikanischen Konzils entstand.

Wolleh studierte von 1946 bis 1948 Malerei an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee.  wegen angeblicher Spionage wurde verhaftet und 6 Jahre im Straflager workuta in der UdSSR inhaftiert. 1956 kam er frei und kehrte nach Berlin zurück. Nach einer Ausbildung beim Lette-Verein, studierte er von 1959 bis 1961 an der Folkwangschule in Essen.
Nach dem Studium war Lothar Wolleh als Fotograf tätig, überwiegend im Bereich der Werbung .

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2014: Olaf Wegewitz - Geradewegs

OlafWegewitz Geradewegs 14. März bis 9. Juni 2014: Olaf Wegewitz - Geradewegs. Manche Entschlüsse brauchen die spontane Idee und danach eine gründliche Vorbereitung. Als Olaf Wegewitz (geb. 1949 in Schönebeck, lebt in Huy-Neinstedt) gemeinsam mit seinem erwachsenen Sohn im Juli 2009 aufbrach, um Deutschland von Norden nach Süden zu durchwandern, musste sich diese Idee über viele Wochen täglich auf den Strecken von bis über 50 Kilometern beweisen und wurde zur Lebenserfahrung. Von Fehmarn, an der Küste, gelangten die beiden über den Sommer tatsächlich bis zur Zugspitze. Olaf Wegewitz, bekannt durch seine wundervoll sinnreichen, handgefertigten Künstlerbücher und beidseitig gestalteten farbigen Zeichnungen, entschied sich nach dieser Reise, zur Malerei zurück zu kehren und die noch wachen Eindrücke auf einem Bild von 100 Metern Länge festzuhalten. Dafür entstand ein Holzgestell mit zwei übereinander liegenden Rollen. Während der drei Jahre dauernden Entstehung des Gemäldes wurde es von der unteren auf die obere Rolle gewickelt, wobei immer nur ein Abschnitt von ca. 3 Metern Leinwand sichtbar war. Die Entstehung des Bildes folgt der Wanderung. Nie lässt sich die gesamte Strecke überblicken. Immer reicht der Blick nur bis zum Horizont. Täglich gibt es ein weiteres Stück Bild zu sehen. Immer Sonntags wird das komplette Bild einmal durchgerollt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Mai 2014 zu sehen

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2014: Matthias Hoch - Silvertower

170114 Silvertower21. Januar bis 23. März 2014: Matthias Hoch - Silvertower. Mattbias Hoch kann als Chronist gelten. Seine Bilder offenbaren die Strukturen sozialer Räume und verdeutlichen damit das Verhältnis der Menschen zu ihrer selbst geschaffenen Umgebung. Als das Dresdner-Bank-Hochhaus 1978 in Frankfurt am Main eingeweiht wurde, galt es mit seiner silbernen Aluminiumfassade und den abgerundeten Ecken als Inbegriff der Moderne. Es war damals das höchste Gebäude Deutschlands. In seinen 32 Etagen waren rund 2.200 Beschäftigte tätig. Nach der Übernahme durch die Commerzbank im Jahr 2009 wurde die Zentrale der Dresdner Bank nicht mehr benötigt, das Gebäude wurde geräumt. Die Kamera observiert in den verwaisten Räumen die Spuren ihrer Nutzung. Die Bilder zeigen eine Schwellensituation. Tatsächlich ist es das Ende einer Ära. Das Gebäude wurde inzwischen völlig umgerüstet, die Aura seines ursprünglichen Zustands existiert heute nur in der Erinnerung und im Ausdruck dieser Bilder.

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